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auch jetzt benommen, nein! er hatte ihr Ver⸗ trauen nicht verrathen, er hatte ſie ſogar zum Dank verpflichtet, denn ſtand nicht ihr Leben, ihre Ehre, ihr Vermoͤgen in ſeiner Gewalt? auch das Verſprechen ihren Bruder zu beſchuͤ⸗ tzen hatte er gehalten, und ſelbſt ſein jetziges Benehmen bewies daß er zartfuͤhlend und groß⸗ muͤthig ſeyn konnte— daß er— ſie geſtand ſichs mit Schaudern, daß er ſie wahrhaft liebe!„Welch entſetzliches Geſchick muß die⸗ ſen von Natur ſo edlen Menſchen ſo tief herab⸗ gewuͤrdigt haben?(fragte ſie) wie konnte
ſolch ein Gemuͤth ſich ſo unendlich vergeſſen?“
und ſie konnte ſich nicht enthalten Thraͤnen des Schmerzens zu vergießen. Ein Wurm nagte ſeitdem an ihrem Herzen, es war die Angſt den ungluͤcklichen Juͤngling, auf deſſen Beſſe⸗
rung ſie noch immer hoffte, den Haͤnden der
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Gerechtigkeit anheim fallen und den Tod des Verbrechers ſterben zu ſehn. Dieſe Furcht
quaͤlte ſie Tag und Nacht, und gewoͤhnlich zeigten ihr ihre Traͤume den Ungluͤcklichen in


