Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1821)
Entstehung
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nehmen, daß wir unſre Haugehre an dem teut⸗ ſchen Verraͤther raͤchen.) 248

Nach dem Fruͤhſtuͤck aber ſprachen ſie:

Wir drei wollen heut in den Wald Hazie⸗ ren gehen, und Lorenz ſoll uns begleiten; aber du, Lisbettal bleibſt daheinn, da Haus zu bewahren.

Dann gingen ſie alle drei fort, und Lo⸗ renz folgte ſeinen Herren,, wie ihm geheißen worden; aber er ſah ſich vielmal nach ſeiner geliebten Lisbettan um, die er nimmer wis⸗ der ſehen ſollte.

5 Als alle vier in den tiefen Wald gekommen waren, da begann der aͤlteſte Bruder:

A 2,Sor enz, du ungetreuer Knecht! dn haſt unſre Schweſter, deine Herrin, zur Liebe verfuͤhrt, darum mußt du ſogleich ſterben. A

Da fiel Lorenz auf die Knie und bat, ſie moͤchten ihm ſein Leben laſſen; aber der eine durchſtieß ihn ſogleich mit ſeinem Schwerte, und die beiden andern verſetzten ihm viele tiefe

Wunden, ſo daß er ſeine Seele Gott befahl

und verſchied. Dann machten die drei Moͤr⸗ der ein tiefes Grab, gruben den zerhauten Leib ein, und kehrten heim, wo Lisbetta ſchon vor dem Hauſe ſtand, und fragte, wo Lorenz geblieben ſey?