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um ihre Haud warben, ohne daß jenata ſich ihr Herz fuͤr einen entſchieden haͤtte. Als nun der alte Kaufmann ſtarb, be⸗ ſchloſſen die Soͤhne, ſie wollten ferner beiſam⸗ men bleiben und die Handlung fortfuͤhren, auf gleichen Gewinn und Verluſt; auch ging ihr Handel gar wohl von Statten, und ſie gewannen große Summen, wozu vorzüͤglich ein getreuer Handlungsdiener viel beitrug;; die⸗ ſer hieß⸗ Lorenz und war ein Teutſcher, ſo hold an Geſtalt, als reich an Geſchick zu al⸗ len Geſchaͤften und ehrbar an Wandel; der aber füͤhlte ſein Herz verwundet von dem Lieb⸗ reiz der ſchoͤnen Lisbetta, daß er ſeine Ge⸗ danken gar nicht mehr von ihr ablenken konnte. Der Jungfrau ging es nicht beſſer, und nachdem ſie ſich einige Zeit in heimlichem Seh⸗ nen ſchier verzehrt, bekannten ſie ſich wech⸗ ſelsweiſe ihre Liebe und waren ſo gluͤcklich in ihrem Beſitze, daß ſie der Zukunft gar nicht gedachten; aber wie das Sprichwort ſagt, daß die Liebe ſich nicht verbergen laſſe, ſo wäͤhrte ihr Verſtaͤndniß kaum ein Vierteljahr, als Lisbetta's Bruͤder es inne wun den, und der eine ſprach: Meine Bruͤder! mir vommt vor, daß es in unſerm Ahanſe nicht ſteht, wie es ſoll,


