— 29—
Huͤnd, ihn erblickend, ſo ſchwach er auch war, ſich erhob und mit wedelndem Schweif auf ihn zukam, da war er auch ganz blutig, und der Ritter zog ſein Schwert und hieb das arme Thier mitten von einander— dann ging er erſt den Saal entlang und hob die Wiege auf— aber darin fand er ſein Kind ganz un⸗ verſehrt, das ihn mit Laͤcheln anſah, und ne⸗ ben der Wiege erblickte er die zerbiſſene, unge⸗ heure Schlange; da konnte er leicht errathen, daß ſie der Hund erwuͤrgt, und dadurch das Leben ſeines jungen Sohnes errettet habe; gar ſehr bereute er, ſo große Treue mit dem Tode belohnt zu haben, und zerbrach ſein Schwert in drei Stuͤcke, feierlich gelobend, kein Ritterſpiel mehr zu treiben und aller Kurzweil zu entſagen.
Der Ritter war dann ſtets ein ſongianner Vater und Burgherr, und erlebte große Freude an dem ſo wunderbar geretteten Sohne.
9. 3 Das Haupt im Blumentopf. Ein reicher Kaufmann in Meſſina hatte drei Soͤhne und eine Tochter, welche letztere Lis⸗ betta hieß, und ſo ſchoͤn und lieblich war, daß viele reiche und augeſehene Juͤnglinge 17.


