Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1821)
Entstehung
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und es geſchah dem Kinde nichts zu leide; aber dem treuen Hunde gelang es endlich, die Schlange in Stuͤcke zu zerbeißen, worauf er ſich, von großem Blutverluſt ganz ermattet, neben der Wiege hinlegte, um auszuruhen. Um dieſe Zeit hatte auch das Stechen ein Ende; aber wie die Ammen wieder in den Saal kamen; die Wiege umgeſtuͤrzt und alles voll Blut ſahen, da erhoben ſie eine große Wehklage und meinten nicht anders, als der Hund habe das Kindlein zu todt gebiſſen; in großem Leid rangen ſie die Haͤnde, doch fiel es keiner ein, die Wiege aufzuheben, ſon⸗ dern ſie liefen der Burgfrau entgegen und ſagten ihr, wie das zarte Soͤhnlein von dem Hunde todtgebiſſen ſey. Als der Ritter von der Stechbahn in ſeine Gemaͤcher kam fand er lauter Weinen und Schreien, und die Frau entgegnete auf ſeine Frage: Weh uns, mein Gemahl! denn unſer Kindlein iſt hin, und dein Hund hat es todt gebiſſen. b Erſſchrocken und erzuͤrnt eilte der Ritter in den Saal, und, wie er die Wiege umgeſtuͤrzt und den Saal voll Blutflecken ſah, da zwei⸗ felte er nicht mehr an der Wahrheit deſſen, was man ihm erzaͤhlt, und als ſein getreuer