Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1821)
Entstehung
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fen die Ammen auch fort und ließen das Kind⸗ lein ganz allein in ſeiner Wiege; es blieb nie⸗ mand in dem Saale, als ein Falke und ein getreuer Hund, den der Ritter gar lieb hatte und ſich oft mit ihm die Zeit vertrieb;(doer Hund hatte die Weiſe, wenn ſein Herr gegen einen andern Ritter ritt oder turnierte, vor ihm aufzuſpringen, oder wenn ihm dieſes nicht gelang, ſo fiel er den fremden Pferden in den Schwanz, um jenem den Sieg zu erleichtern.) Dießmal lag er im Saal und ſchlummerte, als eine große Schlange, die in einem Loche ver⸗ borgen gelegen, hervorkroch, um das Kind⸗ lein in der Wiege zu toͤdten das ſah der Falke und konnte in der Angſt nur ſeine Stange erſchuͤttern, daß die Schellen ertoͤnten und den Hund aus ſeiner Ruhe erweckten, der ſchnell auf die Schlange zulief und ſie angriff, als ſie eben die Wiege erreicht hatte die Schlange blies ihn an er ergriff ſie in der Mitte des Leibes mit ſeinen ſcharfen Zaͤhnen, und es begann ein fuͤrchterlicher Kampf, denn die Schlange wehrte ſich nach ihrer Art mit Stich, Biß und Gift, ſo daß ſie den Hund viele Wunden beibrachte, der in dem Streit die Wiege mit ſammt dem Kinde umwarf, doch blieb jene auf den vier Knoͤpfen liegen, 11. 17