Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1821)
Entstehung
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ben Jugend unſres gnaͤdigen Herrn zu Gaſte waren, ich aber auf Befehl der Herrſchaft ins benachbarte Dorf gehen mußte, um einige Ge⸗ ſchafte auszurichten, ſo fuͤhrte ich all die ade⸗ lichen Kindleins und meine eigenen ins große Tafelzimmer, trug ihnen allerhand Spielzeug, wohlſchmeckendes Backwerk und ſuͤße Fruͤchte zu, damit ſie ſich in meiner Abweſenheit die Zeit vertreiben koͤnnten, dann ſchloß ich die Thuͤre ab und ging mit meiner Muhme ru⸗ hig fort; als ich aber nach geraumer Zeit wie⸗ der heim kam und die Thuͤre oͤffnete, fand ich die Kinder gar frohmuͤthig ſpielend, und zu meiner großen Verwunderung den Lang⸗ mantel mitten unter ihnen. Meine Muh⸗ me, welche den geſpenſtlichen Hausfreund noch niemals geſehen hatte, erſchrack uͤber die⸗ ſen Anblick ſo heftig, daß ſie in Ohnmacht fiel, und ich wahrhaftig nicht wußte, ob ich ihr zuerſt beiſtehen, oder den Hausgeiſt fortja⸗ gen ſollte; ich drohte ihm mit der Fauſt, er aber machte Miene, als wollte er mir eine Ohrfeige geben, und ſpielte immer fort mit den Kindern, bis ich endlich in die Nebenſtube ging und die Kinder hinaus rief, welche mir alle folgten, ohne etwas von ihrem verwun⸗ derlichen Spielgenoſſen vermerkt zu haben.