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Der Löwenjäger / Jules Gerard. Nach dem Franz. von August Diezmann
Entstehung
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Die rechte Löwenjagd in Algier. 113

Sie doch an den genannten Furten ſicherlich die Fährten einer Fa⸗ milie ſehen, die ihr Winterquartier in der Nähe des Wed Scherf genommen hat.

Haben Sie im Sande des Fluſſes die Fährten mehrerer Lö⸗ wen erblickt, ſo ſuchen Sie zu ermitteln, an welcher Stelle ſie aus dem Walde herunterkommen und Sie haben die ganze Mond⸗ ſcheindauer über Zeit, auf die Familie zu warten. Wahrſchein⸗ lich werden Sie mit ihr zuſammen treffen.

Sie ſtellen ſich ſo auf, daß Sie die Furt beherrſchen und von oben nach unten ſchießen können. Niemals, unter keiner Bedin⸗ gung, ſchießen Sie auf einen Löwen von unten nach oben, denn hätte Ihre Kugel auch gut getroffen, ſo brauchte das Thier doch nur noch zwei Secunden zu leben und es wäre um Sie geſchehen. Bedenken Sie, daß der Löwe um ſo gefährlicher wird, je ſchwerer er verwundet und je näher er dem Tode iſt.

An der Furt Bulerbeg, die ich Ihnen empfahl, befand ich mich in einer Julinacht im Jahre 1845 drei etwa dreijährigen Löwen gegenüber. Der Erſte war ſtehen geblieben als er mich er⸗ blickt hatte und meine Kugel warf ihn in dem Fluſſe. Hätte ich mich unten am Wege befunden, ſo würde mich das Thier trotz den beiden zerſchmetterten Schultern unfehlbar zerriſſen haben, denn dreimal kam es auf dem Bauche kriechend, wahrſcheinlich unter den heftigſten Schmerzen, auf mich zu. Meine Stellung und die Langſamkeit ſeiner Bewegungen machten es mir möglich wieder zu laden und ich ſchoß es dreimal in den Fluß zurück, in dem es endlich liegen bleiben mußte.

Durch die Anzahl der Fährten, die Sie vielleicht vor ſich ſe⸗ hen, laſſen Sie ſich nicht ängſtigen. Deuten ſie auf höchſtens zwei Jahre alte Löwen, ſo geht ſtets die Alte hinter ihnen her. Sie laſſen die Jungen vorüber und greifen die Löwin ſelbſt an. Sollten die Löwen noch jünger ſein, ſo müſſen Sie ganz beſon⸗

dere Vorſicht aufbieten, denn die Alte wartet in dieſem Falle Der Löwenjäger. 8