112 Die rechte Löwenjagd in Algier.
für den Löwen tauſend Duars, tauſend Wege und tauſend Furten..
Soll ich Ihnen einen Beweis dafür geben? Sechshundert Nächte habe ich unter freiem Himmel in den beſuchteſten Schluch⸗ ten, an den beſten Furten zugebracht und doch nur fünfundzwan⸗ zig Löwen getroffen.
Eine Löwin und ein junger Löwe bleiben nie lange in einer und derſelben Gegend. Die Araber ſchreiben das Auswandern derſelben Ihrer Anweſenheit zu.
Schießen Sie einige Wildſchweine, wenn Sie Luſt dazu ha⸗ ben, Sie üben Auge und Hand, dann laſſen Sie ſich nach Gelma führen, ſtellen Sie ſich dem Kreiscommandanten und dem Chef des arabiſchen Bureau vor, warten Sie auf den Neumond und gehen Sie dann auf den Mahuna. Am weſtlichen Abhange dieſes ſchönen Gebirges werden Sie das Land der Uled Hamza finden. Schlagen Sie Ihr Zelt da bei dem Scheik auf, erſuchen Sie ihn um einen Führer, begehen Sie am Tage die beiden Wege, die ſich an der Seite dieſes Gebirges befinden, ſteigen Sie an den Wed Scherf hinunter und beſichtigen Sie die Schwalben⸗Furt und die Furt Bulerbeg. Sie werden dort mehrere Schießſtände finden, welche die Türken einrichteten, die für den Bei Achmed jagten. Es ſind dies befeſtigte Verſtecke. Ich habe ſie durch die Araber ausbeſſern laſſen, um da eine Zuflucht zu ſuchen, wenn mich ein Gewitter überraſchte. Vergeſſen Sie aber nie, daß dieſe Verſtecke von Feigen für Feige angelegt wurden und daß, wenn Sie davon Gebrauch machen, die Araber ſicherlich behaupten, ſie erlegten die Löwen wie Sie.
Der Mahuna iſt der Luſtgarten der Löwen und keiner dieſer vornehmen Reiſenden begiebt ſich aus Tunis nach Marocco, ohne auf dem Mahuna einige Zeit ſich aufzuhalten.
Finden Sie bei Ihrer Ankunft keinen großen alten Löwen, welcher durch ſein Brüllen die Thiere umher erſchreckt, ſo werden


