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Der Löwenjäger / Jules Gerard. Nach dem Franz. von August Diezmann
Entstehung
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104 Die rechte Löwenjagd in Algier.

wenn er ſein Lager verlaſſe und daß er immer brüllend in die Ebene herunterkomme.

Ich hielt es faſt für unmöglich ihn nicht zu finden, lud alſo ſofort meine beiden Gewehre. Kaum war dies geſchehen und auf das Laden muß man ſtets die äußerſte Sorgfalt verwenden, ſo hörte ich den Löwen im Gebirge brüllen. Mein Gaſtfreund erbot ſich mich bis zu der Furt zu begleiten, durch die der Löwe gehen mußte. Ich nahm das Anerbieten an, gab dem Araber mein zweites Gewehr und wir machten uns auf den Weg.

Es war ſo finſter, daß man nicht zwei Schritte vor ſich ſehen konnte.

Nachdem wir etwa eine Viertelſtunde durch den Wald gegan⸗ gen waren, gelangten wir an einen Bach, der am Fuße des Gebel Krunega fließt. Mein Führer, den das immer näher kommende Löwenbrüllen gewaltig ängſtigte, ſagte zu mir:Da iſt die Furt. Ich konnte mich nicht im Mindeſten orientiren; Alles umher war ſchwarz, nicht einmal meinen Araber ſah ich, der dicht neben mir ſtand. Da ich durch das Geſicht nichts erkennen konnte, ging ich bis an den Bach vor, um mit der Hand zu fühlen, ob ich Ein⸗ drücke von Pferdehufen oder dergleichen finde. Es war eine tief ausgeſchnittene ſchwer zugängliche Furt. Da ich dicht am Ufer

einen Stein fand, auf den ich mich ſetzen konnte, ſo ſchickte ich⸗

meinen Führer fort, der ſich das nicht zweimal ſagen ließ, denn immer hatte er geäußert:Wollen wir nicht umkehren? Die Nacht iſt zu finſter; wir ſuchen den Löwen morgen am Tage. Gleichwohl wagte er ſich nicht allein nach dem Duar zurück und ſo drückte er ſich in ein dichtes Gebüſch etwa fünfzig Schritte von mir. Ich verbot ihm ſich zu rühren, was er auch hören möchte.

Der Löwe brüllte noch immer und kam langſam näher. Ich

drückte meine Augen einige Minuten lang zu und als ich ſie dann wieder öffnete, ſah ich endlich, daß es zu meinen Füßen ſteil hin⸗

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