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Der Löwenjäger / Jules Gerard. Nach dem Franz. von August Diezmann
Entstehung
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Die Löwenjagd bei den Arabern. 35

drehte mir den Rücken zu, ging zu einer Anzahl Araber, die bei meinem Zelte lagerten und kam mit Einem derſelben zurück.

„Da,“ ſagte er und zeigte mit der wegwerfendſten Miene auf ſeinen Begleiter,„da iſt ein Haſenmann.“

„Du biſt ja auch aus der Gegend wie er und mußt ebenſo gut wiſſen, wo Haſen ſind,“ antwortete ich etwas gereizt wegen ſeines Benehmens.

„Ich wohne auf dem Berge und der Haſe hält ſich in der Ebene auf,“ ſagte er mir in demſelben Tone.

„Du weißt alſo, daß Haſen hier in der Ebene ſind?“

„Ich kann nichts ſagen, als daß ich nur⸗Abends herunter komme, entweder um meine Geliebte zu beſuchen, oder um ein Schaf mehr in meine Heerde zu bringen; treffe ich unterwegs auf Thiere, ſo ſind es gewiß keine Haſen.“

Da mir viel darauf ankam, dem General den Mann als Führer zu geben, ſo brach ich das Geſpräch vor Zeugen kurz ab und nahm Abdallah mit mir in mein Zelt. Hier ſprach ich mit ihm über Löwen und als ich ihn in gute Stimmung gebracht hatte, theilte ich ihm mit was ich von ihm wünſchte. Ich muß geſtehen, daß er nur ungern darauf einging und dann, um ſeinem Rufe nicht zu ſchaden, dafür ſorgte, daß der General gar nichts fand.

Seit jener Zeit habe ich Abdallah nicht wieder geſehen, als ich aber im Juli des vorigen Jahres von einem Ausfluge nach dem Süden zurückkam, blieb ich eine kurze Zeit bei dem Scheik ſeines Stammes, von dem ich erfuhr, Abdallah habe nochmals einen Mann aus den Klauen eines Löwen befreit.

Während wir uns jetzt mit ihm beſchäftigt haben, iſt der Führer der Schaar, welcher wir der Löwenfährte folgen ſahen, am Ziele angekommen.

Ein furchtbares Brüllen ließ ſich einige Schritte von ihnen in dem Dickicht hören.

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