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Der Löwenjäger / Jules Gerard. Nach dem Franz. von August Diezmann
Entstehung
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dergeworfen wurde, hineilt, um ihn zu befreien oder zu rächen, allein auf den Poſten bleibt, wenn die andern muthlos fliehen, und einmal, als er ſein Gewehr abgeſchoſſen und die Klinge ſei⸗ nes Yatagan durch einen Hieb gegen den Kopf eines Löwen zer⸗ brochen hatte, ſogar denſelben mit ſeinen kräftigen Armen um⸗ faßte, ihn biß, ſich zerkratzen und faſt zerreißen ließ, aber mu⸗ thig aushielt bis das Thier durch einen Andern eine Kugel in das Ohr erhielt.

Da ich einmal eine Jagdepiſode erzählt und einen Mann er⸗ wähnt habe, welcher mit vollem Rechte als Muſterbild des Rit⸗ ters ohne Furcht und Tadel gelten kann, erlaube man mir, einen Zug dieſes Freundes anzuführen, der arm wie Hiob, aber ſtolz auf ſeinen Werth und auf ſeine Thaten iſt.

Es war im Mai 1852 und die franzöſiſchen Truppen zogen unter dem General M. in Kabylien umher, als ein Aufſtand auf mehreren Punkten der Provinz Konſtantine ausbrach. Der Ge⸗ neral v. A. wurde mit einigen Bataillonen abgeſendet, um dem Umſichgreifen des Aufſtandes Einhalt zu thun und die aufrüh⸗ reriſchen Volksſtämme zu züchtigen. Ich wurde dem General bei⸗ gegeben. Nach einem fünftägigen Marſche kamen wir am Fuße eines Berges bei den Stamme der Haractahs an, welcher Sidi⸗Regis heißt und die Ehre hat, von dem Kohlenbrenner Abdallah be⸗ wohnt zu werden.

Da es noch früh am Tage war, ſo äußerte der General, Ei⸗ ner der leidenſchaftlichſten Jäger, die ich kenne, den Wunſch, in der Nähe des Bivouaks auf die Jagd zu gehen. Ich erzählte ihm von Abdallah und fragte, ob es ihm angenehm ſein werde, denſelben als Führer bei ſich zu haben. Augenblicklich wurde ein Reiter abgeſchickt, welcher unſern Mann auch richtig mit ſich brachte.

Nach der herkömmlichen Begrüßung fragte ich ihn, ob es viele Haſen in der Nähe gebe. Er ſah mich darauf erſtaunt an,

Die Löwenjagd bei den Arabern.

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