Druckschrift 
Der Löwenjäger / Jules Gerard. Nach dem Franz. von August Diezmann
Entstehung
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Die Löwenjagd bei den Arabern.

Bemerkt ihn einer der Jäger, ſo faßt er den Zipfel ſeines Burnus mit der rechten Hand und dreht ihn mehrmals herum, was bedeutet: ich ſehe ihn. Ein anderer tritt dann aus der Gruppe heraus und dreht ſeinen Burnus⸗Zipfel von rechts nach links, was die Frage ausdrückt: wo iſt er was thuter?

Hält der Löwe ſich unbeweglich, ſo faßt der Erſte die beiden Zipfel ſeines Burnus mit einer Hand, hebt ſie bis an den Kopf empor, läßt ſie dann fallen, geht einige Schritte vor und wiederholt jenes Zeichen, das bedeutet: er hält ſich unbeweg⸗ lich in einiger Entfernung von uns.

Geht der Löwe nach rechts oder nach links, ſo ſchreitet jener Jäger in derſelben Richtung hin und bewegt dabei ſeinen Bur⸗ nus von links nach rechts oder von rechts nach links.

Kommt der Löwe dagegen gerade auf die Jäger zu, ſo ſtellt ſich der, welcher ihn zuerſt ſah, den Andern entgegen, bewegt ſei⸗ nen Burnus ſchnell von oben nach unten und ruft laut: aou likum!(ſeht Euch vor!)

Sofort ſtellen die Jäger ſich in der Reihe auf, wo möglich vor einem Felſen, damit ſie nicht umgangen werden können. Wehe Dem, welcher den Warnungsruf nicht zeitig genug gehört hat und in einiger Entfernung hinter den Andern zurückgeblie⸗ ben iſt! Sobald der Löwe ihn bemerkt, ſpringt er auf ihn zu und der Mann iſt verloren, er mag thun was er will, d. h. ent⸗ weder ſich umkehren, um einen Baum oder einen Felſen zu er⸗ reichen, oder das Thier feſten Fußes erwarten und in größter Nähe auf daſſelbe ſchießen, denn nur in den allerſeltenſten Fällen findet der Löwe durch einen ſolchen Schuß ſogleich den Tod.

Das Verfahren iſt, wie man ſieht, ſehr einfach: es handelt ſich blos darum, dem Löwen ſo viele Gewehre entgegenzuſtellen, als er Zähne und Klauen hat. Die Partie ſteht aber erſt dann gleich, wenn die Gewehre einander gegenſeitig ſchützen, nicht ge⸗ trennt werden, jeder Jäger der Furcht ungänzlich und von vorn