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Der Löwenjäger / Jules Gerard. Nach dem Franz. von August Diezmann
Entstehung
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Die Löwenjagd bei den Arabern. 1 21

den ausgebrannt, mit der äußerſten Sorgfalt geladen und fünf bis ſechs Jäger, die man aus den Jüngſten auswählte, auf den Gipfel des Berges mit dem Auftrage geſendet, den Löwen genau in allen ſeinen Bewegungen zu beobachten und ihren Freunden durch verabredete einfache Zeichen Nachricht zu geben.

Haben die Vorausgeſendeten ihren Beobachtungspoſten er⸗ reicht, ſo ſetzt ſich auch das Haupteorps in Bewegung, dem Ti⸗ railleurs vorangehen und erſteigt die Höhen, die nach dem Lager des Löwen führen.

Da die Löwinnen mit ihren Jungen und die nicht völlig aus⸗ gewachſenen Löwen ſich anders verhalten als die ausgewachſenen und eine Schilderung der Jagd auch der erſteren zu weit führen würde, nehme ich an, man habe es mit einem ausgewachſenen Löwen zu thun, weil es gefährlicher und ſchwieriger iſt, einen ſolchen zu tödten, als einen jungen oder auch eine Löwin mit ih⸗ ren Kleinen.

Wie bei der Jagd im Allgemeinen feſtſteht, daß das Wild faſt immer erlegt wird, gegen das man in der rechten Art vor⸗ geht, ſo hängt auch bei der Löwenjagd der Erfolg zumeiſt von der Art des Angriffes ab.

Derjenige, welcher den Löwen auftreiben ſoll, hat, wie man ſich denken kann, mancherlei unabweisliche Gründe, den Baum oder das Felsſtück zu meiden, unter welchem das Thier lauernd auf dem Bauche liegt; es iſt alſo nie ganz ſicher, ob daſſelbe aufgetrieben werden kann.

Sind die Jäger auf Büchſenſchußweite an das muthmaßliche Löwenlager gekommen, ſo ſchleichen ſie in der größten Stille von ehinten her näher und bleiben ſtehen, wenn ſie das Thier ſehen zu können glauben. Da aber der Löwe ein ſehr feines Gehör hat, ſo geſchieht es wohl, daß er die Tritte der Jäger oder das Rol⸗

len eines Steines hört; da erhebt er ſich und geht in der Richh

tung hin, aus welcher das Geräuſch kommt.