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Der Löwenjäger / Jules Gerard. Nach dem Franz. von August Diezmann
Entstehung
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20 Die Löwenjagd bei den Arabern.

der Eingeborenen verſteht und die ernſte Bedeutung des Zweckes zu würdigen weiß.

Es finden ſich an einem Feuer am Fuße des Berges etwa funfzig Männer ein, von denen jeder eine Flinte auf der Schul⸗ ter, ein Piſtol und einen Yatagan im Gürtel trägt.

Ein Dutzend langhaariger biſſig ausſehender Hunde ſchleicht um die Jäger herum und beißt ſich untereinander ohne daß ihre Herren darauf achten oder ſie daran hindern,

Ich habe bei einer ſolchen Jagdverſammlung einen Hund von den andern todtbeißen und auffreſſen ſehen, ohne daß Einer der anweſenden Araber es der Mühe werth hielt ſich auf ſeinem Platze zu rühren. Freilich hatte man eben erfahren, daß man zwei völ⸗ lig ausgewachſene Löwen zu bekämpfen haben werde.

Ein Löwe hat ſo viel Kraft wie vierzig Männer und iſt mit Klauen und Zähnen ausgeſtattet, deren Wirkung Jeder zu ſehen Gelegenheit hatte, wenn er ſie nicht gar zum Theil ſchon ſelbſt fühlte. Man muß nun den Arabern das Zeugniß geben, daß man in einem ſolchen Augenblicke leicht erkennen kann, wie ein Jeder bei dem Kampfe ſich benehmen wird, obwohl man Prahler unter ihnen, ſelbſt unter den Jüngſten, nicht findet. Das kommt wahr⸗ ſcheinlich daher, daß ein Jeder mit ſeiner Perſon einſtehen muß, und daß Diejenigen, welche das nicht im Stande ſind, nicht ein⸗ mal zur Vorverſammlung zugelaſſen werden, ſondern im Duar zurückbleiben und von den Frauen verſpottet oder gar verflucht werden, wenn, wie gewöhnlich, der Löwe nicht unterliegt, ohne einige ſeiner Gegner geopfert zu haben.

Nachdem Diejenigen, welche auf Kundſchaft ausgeſchickt wur⸗ den, Alles mitgetheilt haben, was ſie in Bezug auf die Größe und den Aufenthalt des Löwen ermittelten, ergreift man die Maß⸗ regeln, um zum Angriff zu ſchreiten. Nach einer langen Berathung, in welcher Jeder ſeine Anſicht über die beſte Angriffsweiſe aus⸗ ſpricht, wird einſtimmig ein Entſchluß gefaßt. Die Gewehre wer⸗ 5