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Der Löwenjäger / Jules Gerard. Nach dem Franz. von August Diezmann
Entstehung
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Die Löwenjagd bei den Arabern. 13

gentſchaft Tunis oder aus Marocco kommen, koſten jährlich

45,000 Thaler. In den Gegenden, in welchen ich gewöhnlich jage, beträgt die Abgabe des Arabers an die Löwen demnach jährlich zwölf Thaler, während er an den Staat nicht viel über einen Thaler zahlt.

Die Eingeborenen haben in mehr als der Hälfte von Algier

die Wälder vertilgt, um dieſe ſchädlichen Thiere zu verſcheuchen.

Die franzöſiſche Regierung beſtraft das Niederbrennen von Wal⸗ dungen, damit dieſe nicht ganz verſchwinden ſollen. Was thun die Araber? Sie ſchießen die Strafgelder zuſammen und bren⸗ nen wie ſonſt Waldungen ab. Das wird ſo bleiben, bis die Re⸗ gierung wirkſame Maßregeln ergreift, die Raubthiere und na⸗ mentlich die Löwen auszurotten.

Die hervorſtechendſten Charakterzüge des Löwen ſind Faul⸗ heit, Ruhe und Kühnheit. Was ſeine vielgeprieſene Großmuth betrifft, ſo ſage ich mit dem arabiſchen Sprichworte:Wenn Du zu einer Reiſe aufbrichſt, ſo ſei nicht allein und bewaffne Dich als ſollteſt Du mit einem Löwen zuſammentreffen.

Zweites Kapitel.

Die Löwenjagd bei den Arabern.

Da die Löwen in den Heerden der Araber große Verwüſtun⸗ gen anrichten, ſo mußten ſie an Maßregeln zum Schutze denken. Seit die Erfahrung gelehrt hat, daß das Schießgewehr allein

für den Menſchen noch gefährlicher iſt als für den Löwen, ſetzen die Araber die Liſt der Kühnheit des Thieres entgegen, das, in

zu großem Vertrauen auf ſeine Stärke, oftmals in ihm geſtellte

Schlingen fällt. Allerdings kommt das Schießgewehr der Schlinge immer zu Hilfe, aber erſt wann der Löwe ſeine Feinde nicht