VI Vorwort.
der Ehrenlegion ſchmückt ſeine Bruſt; die Prinzen des Hauſes Orleans beſchenkten ihn mit koſtbaren Waffen und erſt in den letzten Tagen er⸗ zählten die Zeitungen, auch Se. Maj. der Kaiſer von Oeſter⸗ reich habe ihm ein Geſchenk von koſtbaren Waffen zuſenden laſſen. Die eine Waffe iſt ein prächtiger Hirſchfänger, deſſen ganze Faſſung (Griff, Stichblatt und Muſchel) aus maſſivem Golde beſteht. Am Knopf iſt folgende Inſchrift:„Geſchenk Sr. Maj. des Kaiſers von Oeſterreich an Hrn. Jules Gerard. 1854.“ Der Griff wird gebil⸗ det durch einen Haufen von Thieren, Löwen, Ebern, Wölfen, Hirſchen, und Hunden, die ineinander verſchlungen ſind und ſich zerfleiſchen; eine Löwin und ein Hirſch im Kampfe mit Hunden bilden die zwei Arme des Querſtabes; die Muſchel repräſentirt ebenfalls Thierkämpfe. Die reichverzierte Damascenerklinge iſt merkwürdig durch ihre Fein⸗ heit und ihr Alter; auf der Scheide ſelbſt befinden ſich prachtvoll in Gold eiſelirte Garnituren, und auf der einen äußern Seite iſt eine kleine Scheide, welcher ein Stilet angepaßt iſt, deſſen goldener Griff ſowie der des Meſſers verſchiedene Thiergruppen in Spiralform dar⸗ ſtellt. An dieſen Hirſchfänger ſchließt ſich in einem Neceſſaire ein deutſcher doppelläufiger Carabiner an, deſſen türkiſch damascirte Läufe geſtreift ſind. Dieſe ausgezeichnete Schußwaffe iſt ein Meiſterſtück der Büchſenarbeit. Gerard ſteht erſt in ſeinem fünfunddreißigſten Jahre, doch klagt er, wie man finden wird, daß er die großen Strapazen nicht mehr ſo gut ertrage wie ſonſt. In Paris, wo er ſich im Sommer 1853 befand, und wo er von allen Jägern und Jagdfreunden außerordent⸗ lich gefeiert wurde, wollte man ihm freilich keine Schwäche anſehen. Ein Freund in Paris, mit dem er viel über ſeine Jagdabenteuer geſprochen hatte, ſagte eines Tages zu ihm:


