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Vorwort.
Der Verfaſſer der nachſtehenden Jagdabenteuer in Algier, der dort und in Frankreich allgemein unter dem Namen der Löwen⸗ tödter bekannte Jules Gerard, iſt Lieutenant in dem dritten Spahis⸗Regimente und verdankt, wenn ich nicht irre, dieſen Poſten ſeinem Ruhme als Löwenbekämpfer. Von ſeiner Jugend iſt nichts bekannt, als daß er ſchon als Knabe ein leidenſchaſtlicher Jäger war, dann in Algier eifrig jagte und ſich da allmälig an die gefährlichen Thiere, zuletzt an den König derſelben, den Löwen ſelbſt, wagte.
Fünfundzwanzig Löwen hat er ſeitdem erlegt.
In dem Buche ſelbſt wird man finden, welche außerordentlichen Verheerungen ein Löwe unter den Heerden anrichtet; Gerard hat ſich alſo durch Vertilgung ſo vieler dieſer gefährlichen Räuber ein unbe⸗ ſtreitbares großes Verdienſt um das Land erworben. Die Bewohner erkennen dies bereitwillig an; ſie ſehen in ihm eine Art Wundermen⸗ ſchen und meilenweit ſchicken ſie zu ihm, wenn ſich ein Löwe zeigt, mit der Bitte, er möge ſie von dem Tyrannen befreien. Der außerordent⸗ liche Muth, den er bei den Löwenjagden beweiſt, hat aber auch von anderer Seite her Anerkennung und Belohnung gefunden: das Kreuz


