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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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162 einen Strom von Thränen vergießt. Sie näherten ſich den ſchickſalsvollen Pforten des Pallaſtes, als plötzlich der ehrwürdige Gelanor ſich ihren Blicken zeigte; Mirza zitterte tiefjbewegt und rief: O! Prinz, fliehen wir; hören Sie dieſen Alten nicht an... Halt, rief der Philoſoph, halt, die Flucht iſt vergeblich: die Pforten ſind verſchloſſen! Bei dieſen ſchrecklichen Worten erblaßte Mirza, ihre zitternden Knie ſanken unter ihr ein; Ge⸗ lanor nähert ſich, und indem er ſie beim Arme faßt, ſpricht er: Treuloſe! geben Sie mir den Talisman zu⸗ rück, den ich Ihnen anvertraut habe, ſonſt verklage ich Sie und überliefere Sie der Rache Phanors. Auf dieſe Worte ſtand Mirza nicht länger an; ſie zog aus ihrer Taſche eine Büchſe von Kryſtall, und gab ſie Gelanor. Da wendete ſich der Philoſoph an Philamir, und ſagte:

Hören Sie jetzt dieſes Weib, dem Sie Zeoliden geopfert haben! Sprechen Sie, Mirza, fuhr der Greis fort, ſprechen Sie; ich befehle es Ihnen. Nun ſo ſey es! ſagte Mirza, ich hatte nichts als die Maske der Tugend; und bloß Ehrgeiz und Eitelkeit haben mir den Wunſch eingeflößt, dieſen ſchwachen und leichtgläubigen Prinzen zu verführen. Das iſt genug, erwiederte Gelanor. Mirza, Sie ſind frei.

Mirza verſchwand, und der Prinz ſprach mit gen