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— 163— Himmel gerichtetem Blick: Zeolide! Ich Unglücklicher! was habe ich gethan! Allein, war es möglich, ſich eines ſo natürlichen Mitleids zu enthalten?...— Wiſſen Sie, was Ihr Mitleid ſo hoch ſteigerte? Es war der
Stolz. Mit etwas weniger Eitelkeit, hätten Sie bedacht,
daß, wenn gleich die Liebe ein gefährliches Übel iſt, man wenigſtens davon nicht ſtirbt. Endlich hätten Sie ſich ſelbſt geſagt, daß Mitleid einen nicht verführen darf, ge⸗ heiligte Verbindlichkeiten zu verletze...— Ach! Ge⸗ lanor, was ſoll ich jetzt anfangen? Geben Sie mir einen Rath; ſeyen Sie mein Beſchützer, mein Führer... — Es iſt noch nicht alles verloren. Phanor iſt von der Sache unterrichtet; eben jetzt gibt er ſich Mühe, die Prin⸗ zeſſin zu beſänftigen, und ſie dazu zu bewegen, daß ſie Ihnen großmüthig Verzeihung ſchenke. Sobald Sie er⸗ ſchéinen werden können, wird er Sie hohlen laſſen. Bis dahin, entgegnete Philamir, haben Sie die Güte mir zu ſagen, wie dieſer Talisman, den Phanor einſt der ſchönen Agelie gegeben hatte, in die Hände der hin⸗ terliſtigen Mirza gekommen iſt. Das will ich Ihnen, verſetzte der Greis, mit zwei Worten ſagen.
Als Agelie dieſen Ort verließ und an der Pforte des Pallaſtes ſtand, nahm ſie dieſe koſtbare Büchſe aus Nadirs Hand wieder zurück, und reichte ſie mir mit die⸗


