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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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nem Herzen ſo theuer iſt!.. Wie! alſo Sie ha⸗ ben mein Billet nicht erhalten? Rein, Herr, ich nicht. Philamir war betrübt, daß er das Glück, Mirza wieder zu ſehen, nur dem Zufall verdanke; er ſagte ihr alles, was die Theilnahme Zärtliches eingeben konnte. Mirza vergoß Thränen, und zeigte ſo heroiſche Geſin⸗ nungen, zugleich aber eine ſolche Leidenſchaft, daß der Prinz entzückt ihr zu Füßen ſiel, und ihr ſeine Bewun⸗ derung nicht anders zeigen konnte, als durch Thränen!.. In dieſem Augenblick hört der Prinz hinter ſich in den Blättern ein leiſes Geräuſch; er ſieht zurück, und wie groß war ſeine Verwirrung oder vielmehr ſein Entſetzen, als er Zeoliden zwei Schritte von ſich entfernt ſah!... Die Prinzeſſin unbeweglich vor Üüberraſchung, beobach⸗

tete ein tiefes Stillſchweigen; Philamir beſchämt wagte es nicht dasſelbe zu unterbrechen; endlich nahm Mirza das Wort, und erzählte zur Prinzeſſin gewendet, der⸗ ſelben ihre ganze Geſchichte! Sie ſehen, Madame, fuhr ſie fort, daß ich mir nichts vorzuwerfen habe; ich fürch⸗ te nicht einmal, daß meine Nebenbuhlerin in meiner Seele leſen könne; nicht nur haſſe ich Sie nicht, ſon⸗ dern ich fühle es lebhaft mit, was in dieſem Augenblick in Ihnen vorgehen muß; ich leide bei Ihrem Unglück