— 1856—. (und bedenken Sie, daß es im Pallaſte der Wahrheik geſchieht), daß ich Sie bis zu meinem letzten Athemzug lieben, und daß Sie ewig in einem Herzen herrſchen werden, welches eben ſo tugendhaft, als rein, edelge⸗ ſinnt und gefühlvoll iſt. Fern von Ehrgeiz, von Eifer⸗ ſucht hätte ich Ihr Glück machen koͤnnen, wenn....
Doch leben Sie wohl, theurer Prinz....— O, das iſt zu viel, unterbrach ſie Philamir, anbetungswürdige
Mirza!... Ach! wie, und Sie haben die Abſicht noch
heute dieſen Pallaſt zu verlaſſen? Ich weiß, daß die
drei Monate Ihres Aufenthalts verfloſſen ſind, und ich
vin gezwungen, noch drei Wochen hier zu bleiben!...
Herr, antwortete Mirza, ich würde ohne Aufſchub ab⸗ reiſen, wenn Gelanor nicht krank wäre; er bedarf mei⸗ ner Pflege, und ſo bleibe ich. Allein ich verlange von Ihnen, daß Sie nicht zu Gelanor kommen, und zugleich, daß Sie Niemand das Geheimniß mittheilen, welches Sie mir entriſſen haben. Man kann hier keine Lüge ſa⸗ gen, aber man kann ſchweigen und gar nichts antwor⸗ ten. Leben Sie wohl, mein Herr, zum Letztenmal. Mit dieſen Worten entfernte ſich Mirza mit der größten Eil⸗ fertigkeit. Der Prinz will ſie zurückhalten, allein Mir⸗
za befiehlt ihm mit gebieteriſchem und erhabenem Ton,


