*
.
— 155— bald ſtürzen wird. Ich kann nicht die Ihrige ſeyn: Ih⸗ re Hand gehört ſchon einer andern, und Sie wiſſen mein Geheimniß; mir bleibt nichts mehr übrig, als zu ſter⸗
ben!— Zu ſterben! o Himmel! rief Philamir;
wer, ich, ich wäre die Urſache Ihres Todes!... O eher!.. O Mirza, begreifen Sie das Fürchterliche meiner Lage?. Das heiligſte Verſprechen bindet mich.. Ich weiß es nur zu wohl, unterbrach ihn Mirza; und wäre es auch möglich, es zu brechen, ich würde es nicht zugeben. Zeolide verdient es, Ihr Glück zu machen; die Liebe macht mich nicht ungerecht. Gela⸗ nor hat oft mit mir über die Prinzeſſin geſprochen; der Gegenſtand des Geſprächs zog mich an. Da ich es nicht wagte Ihr Lob hören zu laſſen, ſo hörte ich doch mit Vergnügen das Lob einer Perſon, die Ihnen ſo theuer iſt; ich kann Zeoliden nicht haſſen, da ſie Sie liebt!... — Welche Geſinnung!... Wie! Sie haſſen Ihre Ne⸗ benbuhlerin nicht?...— Ohne ſie könnten Sie nicht glücklich ſeyn; drum gäbe ich, wenn es noͤthig wäre, mein Leben hin, um das ihrige zu erhalten..— Ach! Mirza, welche Bewunderung flößen Sie mir ein!.. — Leben Sie wohl, Herr, Sie haben in meiner Seele geleſen, ich kann mich nicht enkhalten, Ihnen zu ſage“


