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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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153 Frage an ſie; er hatte nicht den geringſten Zweifel; er unterhielt ſie von nichts anderm, als ſeinem Ruhm, dem glänzenden Erfolg, welchen ſein Stück eben gehabt hatte; die Hofleute kamen dießmal mit der bloßen Furcht weg; und als ſie ſich allein befanden, ſagte Ariſteus: Hatte ich alſo Unrecht, die Hoffnung zu hegen, daß wir dieſer Gefahr entgehen würden? Alle Täuſchungen ver⸗ ſchwinden hier; nur der Stolz iſt mächtiger als alle Zau⸗ berer; und was iſt die Verblendung der Eigenliebe an ſich, verglichen mit der eines Schriftſtellers, der ſich durch Schmeichelei und Eitelkeit bethören läßt?

Den folgenden Tag begab ſich Philamir gleich beim Anbruch des Tages in die Palmenallee; er ſand Mirza noch nicht dort, und ging bis zu ihrer Ankunſt auf und ab. Nach einer Viertelſtunde bemerkte er auf dem Raſen ein Blatt Papier: er ſah eine artige Frauenhandſchrift darauf, er lieſt; und wie groß iſt ſeine Üüberraſchung, da er reizende Verſe lieſt, worin Mirza ſpricht, und

für Philamir die heftigſte Leidenſchaft ausdrückt! O un⸗

glückliche, und nur zu liebenswürdige Mirza! rief der

Prinz, ohne Zweifel iſt dieß ein Blatt von dem Taſchen⸗

buch, das du mit ſolcher Unruhe geſucht haſt!... Der

Wind wird das Papier in dieſe Allee getragen haben.. *