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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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heißt, es fehlen Ihnen Ausdrücke; nun ſehen Sie, das 1

i*ſt ſchon ein Lobſpruch, der wohl ſo viel werth iſt, als irgend einer. Herr, ich habe noch nie ſo was Son⸗ derbares, ſo was Närriſches... Ja, als mein

dritter und vierter Aet iſt? O! das iſt wahr; ich habe

alſo nichts übertrieben, als ich ſagte, Sie würden darin eine wahrhaft närriſche Luſtigkeit finden. Chriſal, ſetzte der Genie hinzu, indem er ſich zu ſeinen Hofleuten wen⸗ dete, geſtehen Sie, daß es doch eine Freude iſt, ſich

das alles im Pallaſte der Wahrheit ſagen zu laſſen! Und

Sie Tarſis, fuhr Phanor fort, Sie ſagen nichts? Herr, antwortete Tarſis mit beſtürzter Miene, trotz

meinem Beſtreben. Aha, rief der Genie außer

ſich vor Freude, nun Zoram, hatte ich es Ihnen nicht vorher geſagt? Sie verſtehen, aus Neid beſtrebt er ſich ſeinen Beifall zu verhehlen... Der Neid verzehrt ihn... Doch ich will nicht länger die Nothwendigkeit mißbrau⸗

chen, in der ſich dieſe armen Leute befinden, uns in ih⸗

rem Herzen leſen zu laſſen; ich kann zufrieden ſeyn, und

man muß ſeinesgleichen nicht unnützerweiſe demüthigen. Nach dieſer Bemerkung entließ Phanor die Schrift⸗

ſteller. Nach ihrer Entkernung ſchwätzte der Genie noch

einige Zeit mit ſeinen Hofleuten: er that keine einzige