— 151—
gerade was zu Gute zu thun, daß ich keinen andern Zweck hatte, als zu unterhalten und ein Talent zu zei⸗ gen, das ſeinesgleichen nicht ſo leicht finden mag. Doch gehen wir wieder zu meinem vierten Aet.— Herr, frag⸗ te Tarſis, werden wir noch lachen müſſen?— Ach, das verſpreche ich Ihnen, ſagte Phanor, doch ſtille: hören Sie zu.
Während den drei Scenen, womit dieſer Aet ſchloß, verſuchte es Learch und Tarſis etlichemal in ein lautes Gelächter auszubrechen; und der Genie, indem er ſich ſtille gegen Zoram hinneigte, ſagte ganz leiſe: Merken Sie, wie ſie nicht anders lachen können, als nur mit den äußerſten Lippen? Der Neid nagt an ihnen. Dieß iſt ſchmeichelhafter für mich als alle Lobſprüche, die ſie mir geben könnten; denn meine Eigenliebe iſt eben ſo aufgeklärt als zartfühlend. Als das Vorleſen vorüber war, ſtand der Genie auf und rieb ſich die Hände. Nun ſagte er lächelnd, werden dieſe Herren ſich erklären, und wir werden hören, was ihre Seele verbirgt.— Herr, ſagte Learch, ich beſinde mich in der tödtlichſten Verle⸗
genheit.— Ich ebenfalls, ſetzte Tarſis, hinzu.— Das
dacht' ich wohl, das dacht⸗ ich wohl, rief Phanor bos⸗ haft...— Herr! es iſt ſchwer, Sie zu loben.— Das


