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zwar etliche etwas kecke Züge und falſcher Witz drinn: aber das iſt der heutige Geſchmack; man bringt ohne ſo was die Leute nicht mehr zum Lachen. Es iſt gar zu ſchwer, Schicklichkeit und Luſtigkeit mit einander zu ver⸗ einigen; was mich anbelangt, ich will nichts als reizen
und unterhalten; folglich mache ich mir nicht viel aus
der Moral und den guten Sitten, ich opfere ſie ohne Anſtand, ſo oft ein witziger Einfall oder ein verführeri⸗ ſches Gemählde mir dazu Anlaß gibt.— Das iſt natür⸗ lich, erwiederte Learch, das iſt gerade auch unſere Art zu denken; indeß der Form wegen, iſt es doch gut, in ſein Werk(wenn es auch noch ſo ausgelaſſen iſt) eine gewiſſe Anzahl kleiner pomphafter und ſittlichklingender
Redensarten einzuſchalten. Nach einem recht freien und
unzüchtigen Gemählde iſt man erfreut ein Lob der Tu⸗ gend zu hören; vernünftigerweiſe hätte man ſo was nicht
erwarten ſollen; das Ungereimte davon verurſacht eine
angenehme überraſchung...— Verſteht ſich, erwie⸗
derte Phanor, und Sie werden ſehen, daß ich die Fein⸗ heit dieſes Kunſtgriffes gefühlt habe; mein Stück endet mit vier Verſen, worin ich den Zuſchauern zu wiſſen
thue, daß ich einen moraliſchen Zweck dabei hat⸗
te; und doch kann ich Sie verſichern, ohne mir darauf
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