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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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- 149 rühme, fern bin von aller übertreibung. Nun öffnete der Genie ſein Manufcript und fing an.

Da man während der zwei erſten Acte weinen ſoll⸗ te, ſo zogen die Hofleute gleich bei der erſten Scene ihre Schnupftücher aus den Taſchen, und bedeckten ſich damit das Geſicht ganz. Der Genie unterbrach ſich ſelbſt, und hielt faſt bei jedem Vers inne: Bemerken Sie, ſag⸗ te er, wie das tiefgedacht, wie neu dieſer Gedanke, wie philoſophiſch dieſe Betrachtung iſt. Während dieſer Un⸗ terbrechungen und der Stillſtandspuncte von einem Act zum andern, ſprach und lobte ſich Phanor immer ſo, daß den Zuhörern durchaus nichts zu ſagen übrig blieb. Die zwei Schriftſteller gaben ſich Mühe, eine aufmerk⸗ ſame und nachdenkende Miene anzunehmen, und da ſie das Mittel, welches die Hofleute ausgedacht hatten, ſehr ſinnreich fanden, ſo bedienten ſie ſich desſelben auch und verhüllten das Geſicht. Phanor triumphirte als er drei Schnupftuͤcher in der Luft ſah, indem er beim drit⸗ ten Acte war, dann rief er; Nun wohlan! trocknen Sie Ihre Thränen, jetzt will ich Sie erluſtigen.

Jetzt kam es darauf an zu lachen: Phanor ging mit ſeinem Beiſpiele voran. Iſt das ſpaßhaft!. Iſt das komiſch!... rief er alle Augenblicke: es ſind