4— 146— nem Nang, meinen Sie, nicht wahr? Aber ich verſiche⸗ re Sie, das aͤndert in der Sache nichts. Jetzt wird es ein Jahr ſeyn, daß ich das nämliche Stück einem Mann von ſehr viel Geiſt vorlas, der jedoch auch als Schrift⸗ ſteller arbeitet; aber da hätte man ſehen ſollen! es war ihm unmöglich, ſeine Eiferſucht zu verbergen; er lobte mich kalt, auf eine linkiſche Weiſe, mit unendlicher Ver⸗ legenheit: er dauerte mich; es koſtete ihm gar ſo viel! Eine ſonderbare Sache um die Eigenliebe eines Au⸗ tors!... Was mich anbelangt, ich laſſe mir nur Ge⸗ rahtegrei widerfahren, und täuſche mich nicht 1e3a5 man hat mich oft in meinem Leben hintergangen, aber hierin hat man mir nicht geſchmeichelt. Und warum das? eben weil es unmöglich war. Dieſe Reden und dieß Selbſtvertrauen erfüllten die Hofleute mit Entſetzen; endlich ging man in den padlaſt hinein, und nach der Mittagsmahlzeit ließ Phanor dem Learch und Tarſis(ſo hießen die beiden Autoren) zu nn ſen thun, daß er bereit wäre, ſie zu empfangen. Learch kam zuerſt; Phanor that einige Fragen an ihn über Tar⸗ ſis; Learch antwortete: Ich verabſcheue ihn; indeß zwingt mich das Motiv meines Haßes ihn geſchickt zu verber⸗ gen; ich wünſcht Zerecht gegen ihn zu erſcheinen; ich bze
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