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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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Schriftſteller eben angekommen; er hat es im Sinn, ſie

143 ſpräch unterhielten. Erſtaunt daruͤber, ſie in ſo gutem Einvernehmen zu ſehen, näherte er ſich ihnen, und wünſch⸗ te ihnen dazu Glück. Ach! Herr, rief Chrifal, es iſt

unſere gemeinſchaftliche Gefahr, welche uns vereint.

Wie ſo? Hätten wir den Staat verrathen, ſo wären wir in keiner größeren Gefahr.... Nichts kann uns retten; wir ſind ohne Hälfe verloren!... Aber, ich bitte, erkläͤren Sie ſich... Der Genie will uns

dieſen Abend verſammeln, um uns ein Drama von ſei⸗

ner Hand vorzuleſen... Vielleicht wird das Stück gut ſeyn. Unglücklicherweiſe iſt es erbärmlich, wir haben es vor ſechs Monaten gehört, und Phanor damals weiß gemacht, es wäre ein Meiſterſtück. Jetzt begrei⸗ fe ich Ihre Verlegenheit. Waͤhrſcheinlich geſchieht es um Sie zu prüfen, daß der Genie verlangt, Sie ſollen ei⸗ ner neuen Vorleſung beiwohnen. Bewahre; was das Schlimmſte bei der Sache iſt, er befindet ſich in dieſem Punct in vollkommener Sicherheit; er glaubt, wir hät⸗

ten ihm in jeder andern Hinſicht geſchmeichelt, nur in

dieſer nicht. Warum will er Ihnen denn alſo ein Werk vorleſen, das Sie bereits kennen? Er hat meh⸗ reres daran verändert; außerdem ſind zwei berühmte