du ſehen?— Ich wünſche es ja nicht ſehnlich.— Allein Sie haben geſagt, daß Sie, indem Sie es ſich verſa⸗
gen, ſie wieder zu ſehen, ein Opfer bringen?— Das
iſt wahr; wenn es in meiner Macht geſtanden hätte, einen andern Ausdruck zu brauchen, ſo hätte ich dieſen
nicht angewendet.— Kurz, Sie bringen ein Opfer, wenn Sie dieſe Fremde nicht aufſuchen.— Ja; ſie iſt liebenswürdig, geiſtreich; ihre Geſellſchaft wäre mir an⸗ genehm vorgekommen; ich wünſche ſie zurück, und ich
inde Ihre Eiferſucht...— Meine Eiferſucht, unter⸗
brach ihn Zeolide mit dem äußerſten Unwillen! welch ein
Ausdruck! welch eine Sprache!... Doch ach! es iſt nur zu wahr, ich habe Ihnen eine lächerliche Eiferſucht
gezeigt; ich mißbillige ſelbſt dieſe Bewegung meiner See⸗
le; wären wir nicht in dieſem unglücklichen Pallaſte, nie
hätten Sie dieſelbe kennen lernen ſollen! Einige Tage nach dieſer Unterredung bemerkte Phi⸗
4 lamir, als er, wie gewöhnlich, eines Morgens in einer
Palmenallee luſtwandelte, in der Ferne die ſchöne Mir⸗
za, welche ſehr bewegt zu ſeyn ſchien. Sie näherte ſich dem Prinzen, und ſagte mit unruhiger und furchtſamer Miene: Ach! Herr, verzeihen Sie... Ich bin in ei⸗ ner Unruhe!.. Ich ſuche ſeit einer Stunde ein Ta⸗


