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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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Alle wiederholten dieſen Ruf mit einem Eifer und einem Entzücken, das nicht auszuſprechen iſt; trotz alles meines Ruhms wurde ich dadurch bis aufs Außerſte be⸗ täubt, als wir auf einmal den mächtigen König der Ge⸗

nien erſcheinen ſahen, der auf einem weißen Elephanten

ritt. Er legte der lärmenden Geſellſchaft Stillſchweigen auf; und indem er ſich gegen mich wandte, ſprach er: Phanor: ich mache Sie zum Herrn von Prudinens Schick⸗ ſal; ſprechen Sie ſelbſt ihr Urtheil. Herr, erwiederte ich, ſie iſt entlarvt, ich verlange keine andere Nache;

allein geruhen Sie ſich dieſer unglücklichen Opfer ihrer

Eiferſucht anzunehmen, geben Sie ſie ihrem Vaterlande,

ihren Geliebten zurück; gebieten Sie, daß ſich eine jede

in dieſem Augenblick an dem Orte befinde, wohin ſie ihr Herz zurückruft. Kaum hatte ich dieſe Worte ausge⸗ ſprochen, als der Genie ſeinen Scepter gegen die Ver⸗ ſammlung erhob; auf der Stelle verſchwanden alle Frau⸗ enzimmer, und indem der Genie wieder das Wort nahm, ſprach er: Ich habe Ihnen eine Belohnung verſprochen, ich bin bereit dieſer Verbindlichkeit nachzukommen; allein bedenken Sie wohl, was Sie von mir verlangen wol⸗ len, und wenn Sie alles überlegt haben, ſuchen Sie

mich in meinem Pallaſte auf.