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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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18 tigte mich des Käſtchens, zerbrach das Schloß daran, nahm den koſtbaren Ring, den ich in der That von der ſchönſten Citronengelben Farbe in der Welt fand, und ſteckte ihn an meinen Finger, indem ich mir feſt vornahm, mich nie mehr davon zu trennen. In dieſem Augenblicke ertönte der ganze Garten von tauſendfachem Freudenge⸗ ſchrey, ich hörte von allen Seiten den wiederholten Ruf: »Freiheit, Freiheit! Dank dem Genie Pha⸗ nor! Freiheit, Freiheitla Ich trat aus der Höh⸗

le, und ſah den Garten voll Frauenzimmer, die verſchie⸗

den gekleidet, und faſt alle jung und hübſch waren; ſie liefen, umarmten ſich, weinten, und ſingen aufs neue aus allen Kräften zu rufen an:»Freiheit, Frei⸗

heit! Dank dem Genie Phanorl« Der Tag

begann anzubrechen; mitten unter dieſer Menge erblickte ich die ſchöne Elianne geſtützt auf Zumio's Arm; ſie be⸗ merkte mich, warf ſich mir zu Füßen, indem ſie ausrief: Seht hier unſern Befreier. Im Augenblick ſah ich mich von ihren Gefährtinnen umgeben; die einen drückten mir die Hände, die andern umarmten mich; eine von ihnen ſtieg mir auf die Schultern, und hörte nicht auf mir mit einer hellen und durchdringenden Stimme in die Ohren zu ſchreyen:»Freiheit, Freiheitl«