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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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7w werden nicht wenig erſtaunen! denn ſie iſt eben ſo reich an Liſt, als boshaft, und als ich noch in der Welt war, ſah ich, wie die größten Genien ſie liebkoſeten, und ſich um ſie bemühten, die die Einfalt hatten, ihr es auf's Wort zu glauben, daß ſie alle Tugenden beſitze! Kurz, mein Herr, unſere Verfolgerin iſt die berühmte und züchtige Prudine..... Bei dieſen Worten ſtand ich verſteinert da, ich fand keinen Ausdruck für den höchſten Grad meines Erſtaunens und Unwillens. Allein bald trat Wuth an die Stelle meiner Betäubung, und ich rief mit lei⸗ denſchaftlicher Heftigkeit: Ja, ich verſpreche Euch ſchnel⸗ le Rache; Eure Sache wird zur meinigen. Leben Sie wohl, Prinzeſſin, lebt wohl Zumio, in zwei Stunden ſeyd Ihr frei.

In dem Augenblick entferne ich mich, und vermöge

meines Talismans befand ich mich ſchnell am Eingang

der fürchterlichen Höhle, welche das Kleinod meiner treu⸗ loſen Dame verbarg. Ich will Euch nicht umſtändlich die Kämpfe beſchreiben, die ich zu beſtehen hatte: Ich wurde durch Rache, Zorn und Haß angefeuert; um zu triumphiren, hatte ich nichts anders nöthig, als unſterb⸗ lich und ein Genie zu ſeyn. Ich rottete die Ungeheuer aus, zermalmte die Thore der Grotte zu Staub, bemäch⸗