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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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15 ſchaft ſehen. Als ich wieder zu mir kam, überließ ich mich Anfangs der wüthendſten Verzweiflung; darauf er⸗ innerte ich mich an die letzten Worte der Fee, und ich fühlte meinen Muth ſich ein wenig aufs neue beleben. Da ſie mehr als einen Liebhaber hat, ſagte ich, muß ſie oft betrogen werden. Gewiß, verſetzte Zumio; allein

wiſſen Sie, daß ſie einen Ring von Türkis hat, der

gelb wird, wie Gold, bei der geringſten Untreue eines ihrer Liebhaber, oder ſobald einer von ihnen aufhört verliebt zu ſeyn. Die Fee trägt dieſen Ring in der Re⸗ gel alle Tage bei ſich, und da ſie beſorgt, er könnte

ihr des Nachts während des Schlafes entriſſen werden,

ſo ſchließt ſte ihn jeden Abend, ehe ſie zu Bette geht, in ein ehernes Käſtchen ein, das Käſtchen verbirgt ſie in

der Tieſe einer unterirdiſchen Grotte, die ſie im Garten 3

gemacht hat, und den Eingang zu dieſer Höhle bewa⸗ chen zwölf ungeheure Crocodile, vier Baſilisken und ſechs Drachen, deren ſchrecklicher Nachen ähnlich den fürchter⸗ lichſten Vulkanen verzehrendes Feuer ſpeyet, und weit um ſich glühende Steine ſchleudert.

Als die Prinzeſſin ihre Erzählung geendet hatte, nahm der kleine Sylphe das Wort: Ja⸗ Herr, ſetzte er hinzu, dieß ſind die Gefahren, die Ihnen bevorſte⸗