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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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konnen! Es iſt wahr, Sie ſind, wie ich, Ihrer Freyheit beraubt; aber wenigſtens verfährt man nicht gegen Sie mit ſolcher Grauſamkeit!... Wenn Sie an meiner Stelle waͤren!... O grauſamer Genie! O noch weit unbarmherzigere Fee, zu welch ſonderbarer Strafe habt ihr mich verurtheilt. Die Prinzeſſin konnte dieſe rüh⸗ rende Klage nicht weiter fortſetzen; denn in dieſem Au⸗ 3 genblick bekam ihre Schaukel einen ſo heftigen und gee waltſamen Schwung, daß ihr Athem und Sprache verging. Jetzt ſah ich ein, daß die unglückliche Elianne auf 8 die vertrackte Schaukel hingezaubert ſey; ich näherte mich ihr, und gab ihr Nachricht von ihrem Geliebten; ich verband mich, ihr die Freiheit wieder zu verſchaffen, und bat ſie, mich über alles zu belehren, was mir un⸗ bekannt war. Ach! mein Herr, ſagte ſie, ich fürchte, Sie werden den Zauber nicht vernichten können, welchen Rache und Eiferſucht ausgedacht haben, und ſich durch die Bedingungen zurückſchrecken laſſen, die man erfüllen muß, um ihn zu heben. Hören Sie meine Geſchichte in wenigen Worten. Der grauſame Phormidas, nachdem er mich den Armen meines Gatten entrißen, führte mich in ſeinen Pallaſt; ich wollte mich tödten, und haͤtte mich ohne Zweifel zu