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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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Herr der uͤbrigen zu ſeyn ſchien; er war in Verzweiflung, ſoin ganzes Gefolge wiederholte ſeine Klagen, ſo daß es das rührendſte Schauſpiel von der Welt gab. Ich ließ mich ſehen, und, indem ich mich an den ſchönen Jüng⸗ ling wendete, fragte ich ihn um die Urſache eines ſo gro⸗ ßen Schmerzes. Ich bin, erwiederte er, der Prinz Zi⸗ mis; ich bete, ſeit meiner Kindheit die Prinzeſſin Elianne an; unſere AÄltern gaben ihre Beiſtimmung, als der grauſame Genie Phormidas ſie zu meinem Unglücke ſah und mein Nebenbuhler ward. Elianne bewies ſich gegen ihn ſo grauſam, daß er that, als ob er ſich dadurch ab⸗ ſchrecken ließe; ich benützte dieſen Augenblick ſeines Un⸗ willens, und unter Begleitung dieſes Gefolges, das Sie hier ſehen, machte ich mich auf den Weg zu meiner Prin⸗ zeſſin, um ſie zu heirathen, und ſie in meine Staaten zu führen. Allein indem wir durch einen düſtern Wald zogen, zeigte ſich uns plötzlich der barbariſche Pyormi⸗

das, und trotz meinem Widerſtand und meiner Tapferkeit

wurde meine theure Elianne meinen Armen entriſſen..

Drei Tage lange verfolgte ich die Spuren des Räubers, allein am Ende zwang uns die Ermüdung, hier ſtill zu 3

halten, und ich fühle wohl, daß meine Verzweiflung zugleich mit meinem Schmerz meine Tage enden wird.