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Der Pallast der Wahrheit / aus dem Franz. der Gräfin von Genlis übers. von L. Petz
Entstehung
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Sie bis dahin noch jenen Wunſch hegen. In ſechzehn Jahren, gerechter Himmel! Von nun an laſſen Sie uns nicht mehr davon ſprechen. Ihrer und meiner Ruhe willen muß ich Ihnen dieß Geheimniß verhehlen; Sie würden nur umſonſt den Verſuch machen, es mir zu entreißen.

Die Königin war überaus neugierig; ſie beklagte ſich, ward trübſinnig, vergoß Thränen; allein Phanor blieb unerbittlich. Das Mißvergnügen einen ſo verſchwie⸗

genen Gatten zu haben, war das einzige, welches Alte⸗

mire jemals empfand; die beiden Gatten liebten ſich ein⸗ zig, und ohne die Neugierde der Königin und ihre ewi⸗ gen Fragen über den geheimnißvollen Pallaſt des Ge⸗ nie, würden ſie vollkommen glücklich geweſen ſeyn.

Altemire brachte eine Prinzeſſin zur Welt, welche der Genie, wie man ſich leicht denken kann, mit allen Reitzen und Vollkommenheiten ausſtattete. Kaum hatte Zeolide(dieß war der Name der jungen Prinzeſſin) ihr vierzehntes Jahr erreicht, als die Königin und der Ge⸗ nie Sorge trugen, für ſie einen Gemahl auszuſuchen, der ihrer würdig wäre; ihre Wahl ſiel auf den Prin⸗ zen Philamir, welcher Zeoliden anbetete. Die junge Prinzeſſin wurde befragt, und ſie geſtand erröthend,