NrrA 204 7 eines Sohnes, doch ſtarb er ſchon ſechs Mo⸗ nathe nach ſeiner Gebuxt. Wir wollten dir dieſe traurige Nachricht nicht ſchreiben, du warſt zu kurze Zeit im Thale, als daß wir deine Zurückkunft hätten verlangen ſollen, wir beſchloſſen daher, dir den Gram zu er⸗ ſparen, den die Vorſtellung unſeres eigenen in dir erregt haben würde. Nach einigen Jahren ſegnete der Himmel unſere Ehe wie⸗ der, und gab Donna Bianca die Hoffnung des erſehnten Glückes, eine Tochter zu be⸗ ſitzen. Der Himmel erhörte ihre Wünſche. Zwar meldete ich dem Pater Iſidor dieſes Ereigniß, doch kam der Bothe ohne Antwort zurück, und ich habe ſeit dem erfahren, daß weder dieſe, noch einige ſpaͤtere Nachrichten zu dir gelangten. Donna Bianca ſäugte ihre Tochter ſelbſt, letztere war zehn Monathe alt, und wurde gerade abgeſtillt, als dringende Geſchäfte mich nach Frankreich riefen. Der Krieg war ſchon erklärt, wir waren indeß weit entfernt, voraus zu ſehen, daß er mit ſolcher barbariſcher Wuth geführt werden ſollte. Ich dachte, ſie außer aller Gefahr in
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


