205 M einem Schloſſe zurück zu laſſen, das durch ſeine Lage keinem feindlichen Einfalle ausge⸗ ſetzt ſchien. Überdieß war ich geſonnen, mich in Paris nur wenige Monathe aufzuhalten. Ich wuͤnſchte, meine Gattinn mitzunehmen, ſie willigte ein. Sie vertraute ihre Tochter der Aufſicht einer Wärterinn, deren Anhäng⸗ lichkeit und Klugheit ſie kannte, deſſen unge⸗ achtet trennte ſie ſich nur mit tiefem Schmerze von dieſem angebetheten Kinde, welches ſchon in ſeinem frühen Alter den blühenden Reitz der Schönheit ſeiner Mutter verrieth. Drey Monathe nachher hatte ſchon der Krieg in Spanien einen ſo wüthenden Charakter angenommen, daß jeder einzelne Zug Schau⸗ der erregte. Die Feinde drangen in die Pro⸗ vinz, wo der Zufluchtsort meiner Tochter lag.
Die Wärterinn flüchtete ſich, und nahm das
ihr anvertraute Kind mit ſich; ſie begab ſich in das Haus einer ihrer Brüder, wo ſie er⸗ krankte. Sie konnte das Bett nicht verlaſſen, als die raſchen Fortſchritte des Feindes fämmt⸗ liche übrige Hausbewohner zu ſchneller Flucht
nöthigten. Die Feinde zündeten das Haus


