Teil eines Werkes 
2. Theil (1817)
Entstehung
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re 198 Canape gelehnt, neben welchem eine ihrer Frauen ſaß. Donna Bianca lehnte mit dem Rücken gegen die Thür, er nahm von ihrem Geſichte nichts als die großen, nachläſſig auf⸗ gewundenen Locken aus. Zitternd trat er ihr näher, endlich entdeckte er ihr Antlitz, ent⸗ deckte jeden einzelnen ſeinem Herzen ſo tief eingeprägten Zug; doch verſchwunden war die erſte Jugendblüthe ihrer Schönheit, die vorher jede andere überſtrahlte, nur ein rei⸗ tzender Schatten, jeden Augenblick bereit zu erlöſchen, war noch übrig. Er ſtützte ſich ge⸗ gen einen Seſſel, kaum vermögend ſich zu hal⸗ ten; das Wort erſtarb ihm auf den Lippen. Donna Bianca, für jede Rührung erſchöpft, richtet ihr ſchweres mattes Auge empor, und bittet ihn mit erſtorbener Stimme, ſich nieder⸗ zulaſſen. Er gehorcht... mit unausſprechli⸗ cher Rührung betrachtet er ſie, vergebens ſucht er in dieſem theuern Antlitz jenen ausdruck⸗ vollen Zauber, der ſo hellen Glanz der Schön⸗ heit über ſie vorher verbreitet hatte, nicht einmal den Ausdruck des Schmerzes glaubt er finden zu können. Noch tragen ihre edlen,