r 197 r dern verlangte, er mußte alſo gehorchen. In 3 unausſprechlicher Verwirrung ging er die Kinder aufzuſuchen. Dom Pedro wollte ſich den Schmerz erſparen, Zeuge einer herzzer⸗ reißenden Scene zu werden, und blieb auf ſeinem Zimmer. 8 Indeß faßte Placide Theophil und die kleine Placidia bey der Hand, und näherte ſich dem Gemache der Donna Bianca.„Gro⸗ ßer Gott!“ ſprach er zu ſich,„ſo ſoll ich denn all die Heftigkeit ihres Schmerzes dadurch erneuern, daß ich meinen Sohn ihr zeige, ein Kind in gleichem Alter mit jenem, welches ſie verlor! Nein, Theophil darf nicht er⸗ ſcheinen, nur Placidia will ich ihr zeigen und vielleicht werde ich beyde ſogar in einigen Tagen erſt bey ihr einführen!*— Von dieſen Gedanken ergriffen, langte Placide in dem Zimmer vor dem Cabinet an, wo Donna Bianca ihn erwartete. Er ſtellte die beyden Kinder hinter eine Thüre, und befahl ihnen, ſich ſtill zu halten, bis er wieder kommen und ſie aufſuchen würde, trat dann mit Thränen in den Augen ein, und ſah Bianca auf ein
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