195 entgegen. Haſtig ſtürzte ſich Placide in ſeine Arme, keiner vermochte zu ſprechen, weinend lagen ſie einander in den Armen. Endlich
machte ſich Dom Pedro auf, und führte Ines
mit den Kindern in das für ſie zugerichtete Ge⸗ mach. Dom Pedro warf nur einen Blick auf Theophil und zwar mit außerordentlicher Rüh⸗ rung; dann führte er Placide in ſein eigenes Zimmer, ließ ihn an ſeine Seite ſetzen, und ſprach: Freund! wie ſehr bin ich zu beklagen! erſt ſeit vierzehn Tagen hat meine Frau ihr Unglück erfahren, und hat ungeachtet all mei⸗ ner getroffenen Vorſichtsmaßregeln ſeinen traurigen Umfang kennen gelernt!.... Er⸗ laſſe mir in dieſem Augenblicke die tragiſche Schilderung der naͤheren Umſtände, und wenn ich dir alles ſage, wirſt du gewiß Mitleiden mit unſerm Schmerze fühlen. Nur von Bianca darf heute unter uns die Rede ſeyn; Freund, ihr Leben iſt in Gefahr!— Gerech⸗ ker Gott!— Mit der frommen Ergebung ei⸗ nes Engels, läßt ſie keine Klage ihrem Munde, keine Thräne ihrem Auge entſchlü⸗
pfen, aber ihr Herz iſt jedem Troſte, und je⸗.
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