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wollte Bianca noch den Hochaltar, auf wel⸗ chem vier alabaſterne Vaſen ſtanden, ſchmü⸗ cken. Sie füllet ſie mit Roſen, Myrthen und Lilien, den Blumen der Freude, Unſchuld und Liebe, und jeden Morgen wollten wir dort friſche Blumen opfern.
Abends kam der Pfarrer. Er ſagte, er habe in geheim mit Donna Bianca zu ſpre⸗ chen. Man erwiederte, er könne, ohne An⸗ ſtand, in meiner Gegenwart ſprechen.„Seit acht Tagen,“— hub er an,—„wartete ich, guädige Gebietherinn, mit Ungeduld auf Ihre Ankunft. Ich habe Ihnen ein gutes Werk vorzuſchlagen. Seltſame Dinge gehen auf dem Schloſſe Ihres Nachbars, Dom Dinigo, vor.“—„Aber,“— unterbrach ihn Bianca,—„Dom Dinigo iſt zu St. Ilde⸗ phonſo bey dem Könige.“—„Ja, Gnädige, er iſt in Hofdienſten daſelbſt, man erwartet ihn erſt in einem Monathe. Waͤhrend ſeiner Abweſenheit herrſchte beſtändig eine einzige Aufſeherinn im Schloſſe, doch ſeit ungefähr zehn Tagen iſt noch eine andere Weibsperſon mit einem Briefe des Dom Dinigo dort ein⸗


