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228 Lage und jetzt geziemte es, in die großen Beſtrebungen Ihrer Standesgenoſſen einzugehen, und wenn Sie ſtatt einer Ebenbürtigen von den Reizen und Vorzügen der Comteſſe Eugenie ſich zu einer Schulmeiſterstochter, zur Gouvernante Ihrer Schweſter herablaſſen: ſo iſt und bleibt das eine Schmach für Ihre Familie. Und dann— wozu denn gleich dieſen Aufwand, dieſe Roman— tik eines Eheverſprechens? Wenn ich das Perſönchen auch mit den günſtigſten Augen betrachte: hätte ſie Ihnen denn nicht herzensgern alle Unterhaltung gewährt, ohne Anſpruch an Ihre Hand und an Ihren Rang? Und warum haben Sie's denn nicht dabei gelaſſen? Welche Sentimentalität, die Schäferin Ihrer länd⸗ lichen Zärtlichkeit in's Schloß zu führen und auf den rothſammtnen Seſſel unter der Grafenkrone zu betten?“
Albert, empört über dieſe Vorausſetzungen, wußte ſich kaum zu faſſen; blaß, mit zuckenden Händen ſtand er da; Verachtung der Gemeinheik dieſer Frau kämpfte mit ſeiner Entrüſtung über ihre Anmaßlichkeit um das Wort. Aber er faßte ſich, und ſprach mit tiefer, bebender Stimme:
„Frau Generalin, Sie geben mir auf ſehr unwürdige Weiſe zu erkennen, wie wenig Sie ſich in meinem Hauſe gefallen. Es thut mir leid, und iſt mir nur lieb, daß
Ihre Beſitzung ſo nahe liegt und ich gute Pferde habe,


