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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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behandelt, ſondern der Generalin mitgetheilt. Das empörte ihn auf's Tiefſte, um ſo mehr, als er glauben mußte, daß auch die Dahn'ſchen davon wüßten. Darauf zielte ja offenbar die Aeußerung der Generalin: Die Gräflichen erwarten es. Seine Unzufriedenheit zu ver bittern mußte er ſich auch noch den Vorwurf machen, daß er ſelbſt durch ſeine Unentſchiedenheit und hinhaltende Erklärung gegen die Mutter all' dieſe Mißverſtändniſſe verſchuldet habe.

Alles dieß, lebhafter empfundemals überdacht, ängſtigte ihn noch zu ſeinem Verdruß, und riß ihn zu der jähen Erklärung hin:

Ich kann alſo nicht mitgehen!

Nur einen Augenblick betroffen, rief die Generalin faſt unwillig:

Graf Wallberg, was? Sie können nicht, oder Sie wollen nicht?

Frau Generalin, antwortete er mit Aufwallung, ich bemühe Sie zu ſehr mit ſo barſchen Fragen. Genug, ich ſage Ihnen ein für allemal: Ich gehe nicht mit, denn ich bin ſchon verlobt. Wiſſen Sie das!

Die Generalin ſtarrte ihn einige Augenblicke an, wie verſtummt vor einem Ereigniß, das urplötzlich ihr ganzes Gedankenſpiel zerrüttet hatte. Bald aber beſann ſie ſich der aufgegebenen Vermuthung.Was? rief ſie,

verlobt? Alſo doch? Aber verlobt? Was man