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liebt und daß man auf Schloß Dahnſtein längſt nur Ihre Erklärung erwartet, um eben die Bewerbung des Majors abzuwenden und dem liebevollen Kind, das nichts von ihm wiſſen will, ſein Hofmachen zu erſparen. Sehen Sie, ſo ſteht die Sache mit dem Major! Ich gebe Ihnen mein Wort. Und nun verlieren Sie mir keine Silbe mehr darüber! Wir fahren morgen hinüber, und Sie bringen Ihr Wort an. Die Dahn'ſhen er⸗ warten es. Ich rede als ehrliche Freundin offen mit Ihnen: Wiſſenz Sie, Albert, Sie ſind ſchon allzulang um das liebreiche Geſchöpf herum gegangen. Als Eu— genie noch hier bei Ihnen war, wollten Sie nur abwarten,
bis ſie wieder zu Hauſe ſei. Soweit war noch ver⸗ nünftiges Zartgefühl dabei. Nun aber iſt ſie zu Hauſe, und Alles iſt erwartend, und Sie können morgen dort nicht erſcheinen, ohne Ihr letztes Wort, Ihre entſchiedene Bewerbung anzubringen.“
„Ich kann alſo nicht mitgehen!“ erklärte Albert hart und entſchieden.
Was dem Grafen dies durchſchlagende Wort entriß, war nicht bloß die Ungeduld über eine ſo zudringliche Frau, ſondern auch eine flüchtige Betrachtung, die ihn vollends entrüſtete. Seine Mutter hatte mithin die Unterredung, die er vor ihrer Abreiſe mit ihr gehabt, nicht als eine Ausflucht erkannt, aber auch vermeintlich als ſeinen endlichen Entſchluß nicht mit Discretion
Koenig, Marianne. I. 15


