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einmal Stand zu halten, daß wir die Sache zu Ende bringen. Keine Eile, ſagen Sie? Warum hätte es keine Eile? Ich will dem Konzert beiwohnen, und bin ſo lang nicht mehr Ihr Gaſt.“
„Ohl das thut mir leid, meine Gnädige!“ verſetzte Albert mit innerer Ungeduld.„Aber, machen Sie das mit Ihrem Brief aus. Sie haben uns mitgetheilt, daß der Major von Dillfeld in der Kürze auf Schloß Dahnſtein erwartet werde. Das wäre denn freilich bald; allein er wird doch wahrſcheinlich nicht mit der Thür in's Haus fallen. Und wenn auch die Gräfin ſeiner Bewerbung um Eugenien hold genug iſt: ſo wird er doch erſt auch den weniger geneigten Papa gewinnen müſſen, ehe er ſein Wort anbringt und uns Gelegenheit zu Ihrem vortrefflichen Gedanken eines Verlobungs⸗ Konzertes gibt.“
Die Generalin, ganz verblüfft von dieſer Wendung, ſtarrte ihn eenige Augenblicke an, ehe ſie zu den Worten kam:
„Graf? Sind Sie auf dem Holzweg, oder— ſind Sie ein Schalk? Doch nein! Halt da, jetzt verſtehe ich Ihre verbiß'ne Miene, und— Ihr bisher ſo un— begreifliches Benehmen! Sie ſind eiferſüchtig! Ha, ha! es iſt zum Todtlachen! Aber— kein Wort darüber! Ich müßte Sie für— ich weiß nicht wofür halten, wenn Sie nicht hätten merken ſollen, daß Eugenie Sie


