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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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dieſelbe, als ſie anklopfen hörte, auf den Boden geſetzt, und reichte dem Eintretenden die bewillkommende Hand. Er faßte die liebe Hand, küßte ſie und drückte ſie an ſein Herz. Und wie nun Laura, etwas echauf⸗ firt, mit rothen Lippen zu ihm niederlächelte, konnte er der Sehnſucht nach dieſem roſigen Munde nicht widerſtehen, und wollte ſich, das hohe Ziel zu erreichen, mit einem Fuß auf die Schachtel tretend emporſchwin⸗ gen, ſank aber ſogleich mit dem einbrechenden Deckel in die verborgene Welt der Eitelkeit. Ein halblauter Schrei des Entſetzens kam von den unerreichten Lippen. Ohnmächtig wurde Laura nicht, dafür beſaß ſie, von Meiſter Schelwig, ihrem Vater her, ein zu haltbares Fundament und Mauerwerk; aber mit einem Schauer von Widerwillen erkannte ſie doch ihren Petrarca in ſeiner wahren Unzulänglichkeit. Zugleich war ihr in ihrer mädchenhaften Verſchämtheit der Blick für das richtige Größenmaß eines liebenden Mannes

aufgegangen. Dies beſaß der Hauptmann von Edes⸗ B

heim in der Garde. Die alte Burg ſeiner Väter war längſt zuſammengebrochen, und er wendete ſich an den Maurermeiſter Schelwig. Der ſtattliche Offizier über⸗ ragte Gretchen um einen halben Kopf, und es kam ihr ungemein ſchmeichelhaft vor, daß der Edelmann ſich zu demſelben Ziel ein wenig bücken mußte, das der Poet mit ſeinem verderblichen Aufſchwung nicht 14*