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Marianne oder Um Liebe leiden. Th. 1
Entstehung
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ſammen band. Und die ſchönſten weißen und gelben Lilien ſtanden um mich her, und Federnelken ſäumten die Rabatte. Der Vater ſaß dann vor der Thür und rauchte ſeine Pfeife, die Mutter neben ihm, und pflückte den Lattich zum Sonntagabend. O wie waren wir zuſammen ſo glücklich! Und doch! Ach daß die Mutter ſo früh des Treibens müde ward! Und der Vater mochte dann auch nicht allein zurück bleiben. Da kam die erlöſende Krankheit! O wenn ſie jetzt noch Schloß hinüber gekommen, zu ſtaunen und zu beten, und hülfen mir das

lebten, und wären einmal zu uns in's

Glück tragen, das zu groß für mich allein iſt! O mein Albert!

Sie ſank an ſeine Bruſt. Heimberger ging ſeine Gambe zu holen, und lud Mariannen zu einer Sonate ein. Dadurch, und vollends über Tiſch, in heitern Geſprächen, glich die vielfach bewegte Stimmung der Gemüther ſich nach und nach aus, bis doch die ſpäte Stunde zum Aufbruch mahnte.

Wie der Graf und Marianne ſich erhoben, ſagte Frau Erneſtine:

Ich habe durch die Magd noch Etwas für Sie mitbringen laſſen, liebe Marianne: Ihre Nachtſachen. Ich denke doch, daß ſie während der Abweſenheit der gnädigen Gräfin bei uns bleiben und unſer Gaſtſtübchen

beziehen. Nicht wahr?